Sprachzerstörer/in

Ich bin letztens bei einem Blogpost von Fefe über dieses Firefox-Add-on gestolpert.

Soweit ich es richtig verstanden habe, filtert dieses kleine Programm Websites nach – Achtung – sprachlichen geschlechtlchen Angleichungen und löscht diese gegebenenfalls für den_die Leser_In (ich glaube, es nutzt nur die „/In“-Variante, also müsste dieser Eintrag trotzdem gegendert gelesen werden. HAH!)

Aber.. ist es wirklich notwendig, ein Programm zu schreiben, das die mühsam in den Text (und in den Kopf der schreibenden Person) eingepflanzten Gender-Anpassungen wieder rauszufiltern? Tut es so weh zu sehen, dass sich die Sprache weiterentwickelt? Das ist meines Wissens nach das häufigst genannte Argument GEGEN den Zusatz „/in“, „_In“, „*In“ etc. („Das verhunzt die deutsche Sprache!“) Dabei hat Sprache das schon immer gemacht. Sprache ist ein Prozess und entwickelt sich ständig weiter. Wär doch langweilig, wenn wir immer noch so reden würden, wie unsere Großeltern. Oder deren Großeltern. Oder Martin Luther (nicht King, der andere. Der mit den Thesen).

Wir hätten solche Worte wie Öpve nicht.